Bundesrat verabschiedet Bericht zu drahtlosen Netzwerken

Gemäss dem bundesrätlichen Bericht zu drahtlosen Netzwerken ist die Strahlung der zurzeit verbreiteten drahtlosen Netzwerke (Bluetooth, WLAN, WiMAX) relativ schwach, so dass die Gesundheitsrisiken auch für Kinder als klein eingestuft werden können. 

Bern, 16.03.2007 - Der Bundesrat hat einen Bericht zum Risikopotential von drahtlosen Netzwerken verabschiedet. Der Bericht hat das Strahlungspotential, die Gesundheitsrisiken, die Datensicherheit und den Regelungsbedarf von drahtlosen Netzwerken wie Bluetooth, WLAN oder das neue WiMAX untersucht. Zum heutigen Zeitpunkt wird kein Regelungsbedarf festgestellt, weder was die steigende Anzahl an Hotspots (Bereiche mit kabellosem Internet-Zugang) anbelangt, noch hinsichtlich der Strahlung oder der Gesundheitsrisiken. In Bezug auf die Daten- und Informationssicherheit besteht jedoch ein Sensibilisierungsbedarf. Im Bericht werden deshalb Empfehlungen zum vorsorglichen Umgang mit diesen neuen Technologien gegeben. Der Bericht und die Empfehlungen sowie darauf basierende Faktenblätter werden auf der Internetseite des BAG publiziert.

Weitere Informationen unter: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=11488 

 

 

EU-Mobilfunkanbieter wollen mit Filtern Minderjährige vor Gewaltbildern und Pornos schützen

Das St. Galler Tagblatt meldet in der heutigen Ausgabe, dass die grossen EU-Mobilfunkbetreiber wie DebitelAG, Deutsche Telekom Gruppe, Orange Group, Telecom Italia S.p.A., Telefonica Moviles S.A. und Vodafone Limited freiwilling eine Vereinbarung zur Selbstkontrolle unterzeichnet haben, um Minderjährige in der Europäischen Union (EU) besser vor Pornographie und Gewaltbildern zu schützen.

Die Schweizer Mobilfunkbetreiber Swisscom Mobile, Orange und Sunrise haben hingegen bereits im Juni 2005 eine solche Selbstverpflichtung aufgestellt, bei der sie nur noch mit solchen Content-Anbietern Verträge abschliessen, welche diese Selbstverpflichtung auch wirklich erfüllen. Wie bereits früher in meinem Blog beschrieben, geht Swisscom Mobile noch einen Schritt weiter, in dem nur Personen über 18 Jahren SMS/MMS-Mehrwertdienste mit pornographischen Inhalten abrufen können. Dieser technische Filter ist ans Handy-Abo gekoppelt. Dieser Filter gegen Gewaltbilder und Pornographie nützt natürlich dann nichts mehr, wenn Erwachsene unbedacht ihre Handys an Minderjährige weitergeben: Eigenverantwortung ist auch hier weiterhin gefragt!

 

Gefahren des Handy-Gebrauchs für Minderjährige:

  • Handys erlauben Minderjährigen (noch teilweise) den Zugriff auf illegale pornographische oder gewaltverherrlichende Inhalte.
  • Mit den Handykammeras und Ortungsdiensten wie GPS wird die Privatsphäre Minderjähriger gefährdet.
  • Minderjährige können sich mit dem Handy gegenseitig tyrannisieren (Mobbing).
  • Handys werden auch zur Kontaktaufnahme mit Minderjährigen zwecks sexuellem Missbrauch verwendet.

Handyflyer: "Säg nei zu Gwalt uf em Handy, Compi und bim Game!"

Die Staatsanwaltschaft, die Polizei und das Amt für Volksschule des Kantons St.Gallen haben gemeinsam einen "Handyflyer" erarbeitet. Dieser richtet sich an Jugendliche und Fachpersonen aus dem Schulbereich. Im Flyer finden sich Informationen zum Umgang mit dem Handy. Weil die Initianten davon ausgehen, dass sich Jugendliche der strafbaren Aspekte kaum bewusst sind, wurde hier ein Schwerpunkt gesetzt. Lehrpersonen kann der Flyer zur Thematisierung im Unterricht dienen oder dann gezielt eingesetzt werden, wenn Probleme im Umgang mit dem Handy festgestellt werden.

Handyflyer 

Seit geraumer Zeit stellen Fachpersonen aus Erziehung, Justiz und Polizei fest, dass Jugendliche Handy, Computer und Spielkonsolen auch missbräuchlich verwenden. Dies, indem sie pornografisches Material oder Gewaltdarstellungen herunterladen und verbreiten, aber auch selber herstellen (Happy Slapping). Aus unserer Sicht sind den Jugendlichen die rechtlichen Konsequenzen zu wenig bekannt. Zudem gehen Fachkreise davon aus, dass bei Jugendlichen durch übermässigen Konsum von pornografischem Material eine erhöhte Suchtgefährdung besteht und die sexuelle Entwicklung negativ beeinflusst wird.

Quelle: Schulblatt des Kantons St. Gallen Nr. 12/2006.

Der Flyer kann bei der Sicherheitsberatung der Kantonspolizei St.Gallen in grösser Stückzahl bestellt werden und ist zudem als PDF auch auf der Homepage www.kapo.sg.ch zu finden.

Download Handyflyer als PDF

Nun doch kein Krebs durch Handys?

Die NZZ am Sonntag vom 3. Dezember 2006 berichtet, dass die Nutzung von Handy nicht zu Krebs führe:

Die Nutzung von Mobiltelefonen führt nicht zu einem erhöhten Krebsrisiko. Das geht aus der Studie im "Journal of the National Cancer Institute" hervor, die am kommenden Mittwoch erscheint. Handys emittieren sogenannte nichtionisierende Strahlung, die zu einer Erwärmung des Gewebes führt, die aber nach gegenwärtiger Auffassung keine Schädigung des Erbgutes verursacht. In der Studie wurden über 420'000 Personen erfasst, die zwischen 1982 und 1995 einen Handyvertrag abgeschlossen hatten. Sie wurden bis ins Jahr 2002 im Hinblick auf eine sich möglicherweise entwickelnde Krebserkrankung verfolgt. Die Wissenschaftler des dänischen Instituts für Krebs-Epidemiologie konnte aber keinen Zusammenhang feststellen.

Sicherlich wird es nicht lange dauern bis wieder eine Studie erscheint, die Gegenteiliges behauptet. Was uns natürlich auch fehlt, sind die Erfahrungen betreffend den Auswirkungen über die Handy-Strahlung über einen noch längeren Zeitraum hinweg.

Der richtige Schutz fürs Handy und den PDA

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet eine kostenlose Broschüre zum Download an, die über Bedrohungen und Schutzmassnahmen für mobile Endgeräte informiert.
Die Broschüre «Mobile Endgeräte und mobile Applikationen: Sicherheitsgefährdung und Schutzmassnahmen» erläutert laut BSI Schutztechniken und mögliche Bedrohungen. Sie richte sich sowohl an Endbenutzer als auch an IT-Verantwortliche. Das rund 44 Seiten starke Papier kann als PDF-Dokument von der Website des BSI heruntergeladen werden.

Quelle: PCTipp-Newsletter vom 22. November 2006.

Handy-Antennen im Überblick

Auf der Homepage des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) können Anwender ab sofort die Standorte von Sendeanlagen in der ganzen Schweiz abfragen.
Die neue Übersichtskarte des Bakom zeigt alle GSM- und UMTS-Basisstationen für den Mobilfunk an. Ausserdem sind auch die Standorte aller Rundfunksender für Radio und Fernsehen sowie deren Programme und Frequenzen aufgelistet.

Zur Übersichtskarte

Quelle: PCtipp-Newsletter vom Montag, 11. September 2006.

Neueste Schweizer Studie belegt: Kein Einfluss durch Strahlen

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In der aktuellen Ausgabe des Tagblatt vom Mittwoch, 7. Juni 2006 berichtet der Wissenschafts-Journalist Bruno Knellwolf über die neueste Studie in Sachen Strahlung durch Mobilfunk-Antennen:

Kein Einfluss durch Strahlung
Neue Studie: UMTS-Antennen stören nicht

Die Strahlung von UMTS-Mobilfunk-Antennen hat keinen negativen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden, sagen Schweizer Forscher. Damit widerlegen sie die Resultate einer Studie aus Holland.
Ich habe bereits an anderer Stelle http://mobileatschool.kaywa.ch/p7.html über den Einfluss von Strahlen von Mobilfunk-Antennen berichtet. Im Jahr 2003 hatte eine Studie über die elektromagnetische Strahlung, welche das holländische TNO-Untersuchungslabor durchführte, für Schlagzeilen gesorgt. Die TNO-Studie konnte bereits damals zwar keinen Einfluss auf das Wohlbefinden der Versuchspersonen durch die ältere GSM-Strahlung nachweisen; bei der UMTS-Strahlung hingegen schon. Als Folge der TNO-Studie hatten mehrere Gemeinden ein Moratorium für den Bau neuer Mobilfunkantennen verhängt.

Ein Schweizer Forscher-Team, welches die höllandischen Resultate mit einem etwas veränderten Forschungsdesign überprüfte, konnte nun aber auch bei der UMTS-Strahlung keine Veränderung des Wohlbefindens der Probanden (33 elektosensible und 84 nicht-elektrosensible Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren) feststellen. Auch konnte kein konsistenter Einfluss auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Reaktionszeiten und Erinnerungsvermögen bei den Probanden nachgewiesen werden, wie das in der holländischen Studie noch der Fall war.

Wichtig scheint mir festzuhalten, dass die Forscher hier lediglich Aussagen über die nicht vorhandenen kurzfristigen gesundheitlichen Auswirkungen durch UMTS-Strahlung machen können! Aussagen über langfristige Auswirkungen - wie sie von UMTS-Antennen-Gegnern befürchtet werden - können aber noch nicht gemacht werden!

Gegenwertig laufen noch andere Studien zum Thema in England, Japan und Dänemark, welche auch die kurzfristige Wirkung von UMTS-Strahlung auf den Menschen untersuchen. Deren Reultate werden Ende Jahr oder nächstes Jahr erwartet. Die UMTS-Studie des Schweizer Forschungs-Teams ist ein Projekt der Forschungsstiftung Mobilkommunikation (FSM), einer unabhängigen, vom Bund anerkannten Stiftung mit Sitz an der ETH Zürich. Beteiligt waren Institute der ETH und der Universität Zürich und Bern. An den Gesamtkosten von CHF 723'000.- haben sich neben drei Bundesbehörden in Bern und vier Ministerien in Holland auch die drei schweizer Mobilfunkbetreiber Swisscom, sunrise und Orange beteiligt. Die Forschungsresultate wurden in der Fachzeitschrift "Environmental Health Perspectives" publiziert.

RETRO-HANDY: In Sachen Gesundheit ganz weit vorne.

Die RETRO-Hörer der britischen Firma Holger (www.hulger.com) sind stark im Kommen.

RETRO-Handy

Die Idee ist eine ebenso einfache wie geniale. Telefonhörer aus den vergangenen 40 Jahren werden über einen Adapter einfach an brandneue Handys angeschlossen. Das sieht nicht nur schick aus, sondern schränkt auch die gesundheitlichen Risken ein. Die strahlungsreiche Antenne des Handys ist automatisch weit weg vom empfindlichen Kopf. In Deutschland ist der Retro-Hörer mit Adapter für ca. 30 Euro beispielsweise bei Rokia (www.rokia.de) erhältlich.

Sicher unterwegs mit dem Handy

Das Handy speichert viele persönliche Daten und ist immer mit dabei. Entsprechend gross ist das Sicherheitsrisiko. Im aktuellen anthrazit 11/2005 wird gezeigt, wie mit ein paar einfachen Handgriffen sich die Sicherheit eines Mobiltelefons erhöhen lässt:

Tipp 1: PIN aktivieren
Tipp 2: Telefon ausschalten
Tipp 3: PUK einsetzen
Tipp 4: Datensicherheit beachten
Tipp 5: Zurückhaltung beim Speichern
Tipp 6: Tastensperre einschalten
Tipp 7: Bluetooth bei Nichtgebrauch deaktivieren
Tipp 8: Viren (Handyviren) beachten
Tipp 9: Betrügerische SMS meiden (nicht auf verlockende SMS-Angebote antworten)
Tipp 10: Handyhülle

Forum Mobile



Wir brauchen unser Handy täglich und können uns ein Leben ohne die Annehmlichkeiten der mobilen Kommunikation nicht mehr vorstellen. Trotzdem macht uns die wachsende Zahl von Antennen nachdenklich und löst Fragen aus. Ist mobile Kommunikation so bedenkenlos wie die Netzbetreiber und Handyanbieter sagen? Dürfen wir uns darauf verlassen, dass der Bundesrat die richtigen Grenzwerte gesetzt hat und dass diese auch eingehalten werden? Was sagt die Wissenschaft zum Mobilfunk? Warum braucht es weiterhin neue Antennen? Ist sichergestellt, dass wir die für Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr wegzudenkende Technologie noch lange nutzen und sogar ausbauen können, ohne dabei Schaden zu erleiden?

Diesen und anderen Fragen geht das Forum Mobil nach.
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