Lernen mit Wikipedia beim Joggen – Webbasierter Dienst generiert gesprochenen Text aus dem Online-Lexikon
Mit PediaPhon lassen sich MP3-Dateien, Playlists und Podcasts automatisch aus dem deutschsprachigen Wikipedia durch Sprachsynthese generieren!
Wie hoch ist wohl der Lerneffekt, wenn wir Informationen künftig vermehrt hören anstatt sie zu lesen?!

Wie hoch ist wohl der Lerneffekt, wenn wir Informationen künftig vermehrt hören anstatt sie zu lesen?!

Sich bei der Reise in den Urlaub oder während sportlicher Aktivitäten mit Hörbüchern die Zeit zu vertreiben, ist für viele inzwischen schon eine Selbstverständlichkeit. Mit einer neuen Technik von der Fernuniversität Hagen können sich Interessierte jetzt unterwegs auch Artikel der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia vorlesen lassen. Das so genannte Pediaphon, das der der Ingenieur Andreas Bischoff vom Lehrgebiet Prozesssteuerung und Regelungstechnik entwickelt hat, verwandelt die Texte des Lexikons in gesprochene MP3-Dateien und Podcasts.
Möglich macht diese Technik die Open-Source-Software "MBROLA" und "txt2pho", die der Hagener Wissenschaftler um ein Internetmodul erweitert hat, welches Webseiten vorliest und MP3-Dateien aus den Texten generiert.
Mit dem Button "Höre Wikipedia-Artikel" beginnt die Sprachausgabe der erzeugten MP3-Datei sofort per Stream. Wie der Hagener Wissenschaftler mitteilte, sei der Artikel auch mit langsamen Internetverbindungen unverzerrt zu hören - vorausgesetzt ein geeignetes Abspielprogramm ist installiert. Nutzer können die Datei auch auf ihren MP3-Player übertragen und später anhören. Allerdings klingt die Sprachausgabe noch ziemlich synthetisch.
Das Pediaphon ist ein Beitrag zum Wikiprojekt "Gesprochene Wikipedia". Technisch realisiert wurde der kostenfreie Dienst mit Hilfe von Open Source-Software. Betrieben wird er am Lehrgebiet Prozesssteuerung und Regelungstechnik der FernUniversität in Hagen.
Quelle: Newsletter E-Learning 6/2006, 6. Jahrgang.




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