Ende November 2007 wurde in der
Stadt Winterthur das Local Tagging lanciert. Im
BullinoBlog hat Thomas Stierli bereits ausführlich darüber berichtet. Mit dem Mobiltelefon (Handy) können sich Interessierte in der Region Winterthur über einen Standort, ein Gebäude oder die Umgebung informieren. Das funktioniert über Augmented Mobile Tagging, also erweitertes
Mobile Tagging.
Bei dieser Anwendung werden die mobilen Tags zusätzlich geopositioniert. Dank einer globalen Positionsangabe werden für jeden mobilen Tag weitere Informationen zum aktuellen Standort und der Umgebung bezogen und auf dem Handy dargestellt. So erfahren Anwendende zum Beispiel, welche Restaurants, Ämter oder Geschäfte in der Nähe einer Sehenswürdigkeit zu finden sind.
Quelle: Standortförderung Region Winterthur, News vom 27.11.07.
Bereits vor gut 1.5 Jahren habe ich mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG, ehemals Rorschach) das Mobile Tagging für den Unterricht erprobt. Ich habe
hier und
hier darüber ausführlich berichtet. In Projekt
Tagging the Historical Rorschach haben wir jedoch den
QR-Code und nicht wie im oben beschriebenen Projekt in Winterthur den
BeeTag verwendet. Eigentlich finde ich es schade, wenn bei solch innovativen Projekten wie in Winterthur auf ein proprietäres System wie den BeeTag gesetzt wird. Warum haben die Initianten nicht einen offenen Standard wie den
Datamatrix-Code oder den
QR-Code verwendet, mit denen man selber beliebig eigene Codes generieren, publizieren und verwenden kann. Dann könnten auch Schulen, Vereine oder andere Privatpersonen das Projekt mit ihren eigenen Mobile Tags erweitern und so einen echten Mehrwert für die Region Winterthur schaffen. Denn andernfalls befürchte ich, dass es lediglich bei einigen wenigen Local Tags in der Stadt Winterthur bleiben wird, an denen Einheimische wie auch Touristen ungläubig vorbeilaufen!
Quelle:
http://physical-tagging.phrblog.kaywa.ch