Oliver Bendel, Autor von Handyromanen wie Lucy Luder & Professor für Wirtschaftsinformatik, sorgt erneut für Aufmerksamheit!
Heute Mittwochabend sendet das Schweizer Fernsehen «kulturplatz»-Sendung vom 14.04.2010 den Beitrag "Epik in der Hosentasche – der Handyroman empfiehlt sich als neues literarisches Genre".
Zudem hat Oliver Bendel in diesen Tagen sein neues Buch "handyhaiku" im Hamburger Haiku Verlag (www.haiku.de) herausgebracht.



Ein Haiku (jap. 俳句 ‚lustiger Vers'; Plural: Haiku oder Haikus) ist eine japanische Gedichtform. Traditionell besteht das Haiku aus drei Gruppen von jeweils 5, 7, 5 Silben.
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Handyhaikus sind Haikus über das Handy, für das Handy, von Handy zu Handy. Sie können auf dem Handy gespeichert und gelesen werden. Oliver Bendels Handyhaikus erzählen von unserer technifizierten Zeit, fangen unsere mobile Welt ein, lassen künstliche Kreaturen und Maschinenmenschen auftauchen, spiegeln die Handyroman-Figur Handygirl, Handyavatar und Superheldin zugleich. Sie knüpfen an eine Tradition an und erfinden ihre eigene.

handyhaikus von Oliver Bendel unter www.handyhaiku.net

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Bendels Haikuband mit "100 haikus über das handy und für das handy" ist von besonderen Art. Die Gedichte sind nicht nur in Textform abgedruckt, sondern auch in Form von QR-Codes. Diese gehören zu den 2D-Codes und können mit einem Handy mit Kamera eingescannt werden. Die Software – den QR-Code-Reader – gibt es kostenlos im Web (etwa bei www.kaywa.com) oder für geringe Beträge in speziellen mobilen Shops wie dem App Store. Nach dem Scannen eines der Codes erscheint auf dem Display der entsprechende Text. Mehrere Texte werden in einer Liste angeordnet. Sie können Ihre Lieblingshaikus mit sich herumtragen und per SMS an Bekannte verschicken.

Haiku-QR-Code-Gedichte zum Scannen
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Über die Plattform Artmafia - Handy ist Kultur lassen sich Bendels handyhaikus sowohl als Handybilder als auch als gesprochene handyhaikus auf das Handy holen. Sende dazu eine SMS (CHF 3.--) mit dem dazu gehörenden Keyword (z.B. art5580) an die Nummer 9889, ohne Abo!)

Fazit:
Wie weit sich handyhaikus und im Besonderen haikus mit 2D- oder 3D-Barcodes als Literatur etablieren bzw. früher oder später eine Rolle im Unterricht spielen werden, lässt sich natürlich nur erahnen. Schulen, welche den Schritt mit Handys als persönliches Lernmedium bereits gewagt haben, können hier eine spannende neue Form der literarischen Kommunikation erproben - viel Spass!

Mit der Verwendung von 2D-Codes in der Literatur wage ich einen weiteren Schritt. Nach meiner Überzeugung werden in der Zukunft insbesondere die 3D-Codes das Publikationswesen bereichern und – Papier als Speichermedium im mehrfachen Sinne – hybride Formen aufkommen lassen. Ein Beispiel dafür sind Lehrbücher, die nach jedem Kapitel den Download von Tests und Videos auf das Handy erlauben. Der Benutzer muss nicht online sein, weil die Daten im Code selbst enthalten sind – ein Vorteil angesichts zunehmender Spam- und Überwachungsversuche. 3D-Codes speichern je nach Ansatz bzw. Anzahl der Farben Texte, Töne, Bilder und Videos mit einer Größe von 1 MB bis 1 GB. Dadurch werden nicht zuletzt neue Möglichkeiten für literarische Erzählformen eröffnet.

aus dem Mailverkehr mit Oliver Bendel vom 13.04.2010