Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?

Brauchen Kinder Handys?

Quelle: http://www.diskutiere.de/?q=node/40

Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?

Medienkompetenz: Verbote und Sperren bringen nichts. Wichtiger ist es, frühzeitig die Kompetenz der Kinder zur Nutzung von modernen Medien zu fördern. Stimmt diese Aussage?
Verantwortung: Was können Eltern, staatliche Behörden und Unternehmen tun, um Kinder eine sinnvolle Nutzung von Handys zu ermöglichen. Wer trägt welche Verantwortung?
Kinderhandys: Es gibt auf dem Markt spezielle Handys für Kinder im Grundschulalter. Bei eingeschränkter Funktionalität ermöglichen solche Kinderhandys zusätzlich die Ortung von Kindern. Sind solche Kinderhandys eine gute Sache oder eher mit Vorsicht zu genießen?



Wir sind eingeladen auf der Dialogplattform www.diskutiere.de zum Thema "Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?" zu diskutieren. Die Diskussion ist unter http://www.diskutiere.de/?q=node/40 erreichbar und noch bis zum 15. Juni offen.

i-Kids-Plattform

Nachfolgend die i-Kids-Plattform mit weiterführenden Informationen insbesondere zur Ortung über Handy (Sicherheit).

i-Kids-Plattform:

Quelle: https://secure.i-kids.net/ch/web/index2.jsp

 

i-Kids - eine Innvovation aus Urnäsch

i-Kids 

Quelle: http://www.nexttrack.ch/

Das St. Galler Tagblatt vom 6. März 2007 berichtet:

Das i-Kids ist kein gewöhnliches Handy, sondern wurde speziell für Kinder im Vorschulalter entwickelt. Es können Anrufe und Mitteilungen empfangen, aber nur vier zuvor von den Eltern gespeicherte Nummern angerufen werden. Es lässt sich feststellen, wo sich der Handybesitzer aufhält.

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Ein Handy zum 8. Geburtstag für meine Tochter zur Förderung der Medienkompetenz

Ja, Sie lesen richtig! Ich habe gestern meiner noch 7-jährigen Tochter das erste Mobiltelefon (Motorola V235 easy liberty Bundle) gekauft, das sie übernächste Woche zum 8. Geburtstag als Überraschungs-Geschenk erhält.

Motorola V235


Nach längeren vorherigen Recherchen auf den Webseiten von Swisscom Mobile, Orange und Sunrise habe ich dann beinahe einen halben Tag mit der Auswahl des 'richtigen' Mobiltelefons im Swisscom-Shop verbracht. Für Swisscom Mobile habe ich mich letztlich deshalb entschieden, weil ich dort selber zufriedener Kunde bin und Swisscom Mobile die dynamische Alterskontrolle (Jugendschutz) eingeführt hat: Der Zugang zu Erwachsenen-Unterhaltung und Erotik sind für alle Swisscom Mobile Kunden unter 18 standardmässig gesperrt. Mit dem Angebot NATEL® easy xtra-liberty und dem Zusatz Xtra-Sponsor habe wir als Eltern zudem eine ideale Lösung gefunden, um die Handykosten unserer Tochter zu kontrollieren. Unsere Tochter erhält nun fürs Erste monatlich CHF 10.- als Guthaben von den Eltern gesponsort. Beim NATEL® easy xtra-liberty entstehen zudem keine monatlichen Fixkosten, ausserdem sind 25 SMS pro Monat gratis. Dafür sind die Handys viel teurer, weil die meisten Angebote einen Aboabschluss mit monatlichen Fixkosten voraussetzen.

Im Swisscom-Shop musste ich leider feststellen, dass das Handy-Sortiment noch nicht auf Kinder abgestimmt ist. Gerne hätte ich unserer Tochter ein Mobiltelefon geschenkt, welches farbig bzw. kindsgerecht im Design daher kommt; es dominierten jedoch überall die Farben grau, schwarz und rot. Letztlich habe ich mich für das Mobiltelefon Motorola V235 easy liberty Bundle zum Verkaufspreis von CHF 129.- (SIM-Karte für CHF 40.- und CHF 10.- Guthaben inkl.) entschieden. Wichtig beim Kauf des Handys war mir, dass der SAR-Wert (hier 0.50 W/kg) möglichst niedrig ist. Auch wollte ich keine CHF 400.- ausgeben; so viel oder mehr kosten nämlich fast alle Handys ohne Abonnement. Ausserdem sollte es ein möglichst aktuelles Mobiltelefon sein, welches über alle heute üblichen Funktionen (SMS, MMS, Kamera, Recorder, Internet etc.) verfügt. Damit trotzdem noch etwas Farbe aufs Handy kommt, habe ich zusätzlich eine farbenfrohe Schutzhülle erworben.


Meine Beweggründe!
- Förderung der Medienkompetenz (Handy-Kompetenz)!
- Förderung der Schreib- und Lesekompetenz!
- Förderung der Bildkompetenz!
- Das Bedürfnis etwas Neues zu lernen kam JETZT von meiner Tochter!
- Das Bedürfnis via SMS / MMS zu Kommunizieren kam JETZT von meiner Tochter!
- Damit das Handy zum nutzbringenden eigenen Lerntool wird, muss es ein persönliches Handy sein!
- Als Medienpädagoge und verantwortungsbewusster Vater kann ich meine Kinder im kompetenten Umgang mit dem Handy beraten und begleiten!


Diskussionen - Pro und Kontra
Bereits das Vorhaben, unserer bald 8-jährigen Tochter ein eigenes Handy zu kaufen, hat zu zahlreichen kontroversen Diskussionen mit meiner Frau, Verwandten, Freunden und Bekannten geführt. Noch während dem Schreiben dieses Beitrags habe ich anscheinend einen ersten (noch nicht gelesenen) kritischen Kommentar erhalten. Als Medienpädagoge, der sich fast täglich mit Fragen zu Mobile und Schule auseinandersetzt, möchte ich, dass auch meine eigenen Kinder von diesem Wissen und meiner Überzeugung profitieren können. Ich bin nämlich überzeugt, dass das Mobiltelefon künftig eine noch viel grössere Bedeutung in Alltag, Schule und Freizeit unserer Kinder einnehmen wird. Das Handy ist nicht nur ein tolles Kommunikationsinstrument, sondern auch ein nutzbringendes Informations- und Dokumentationswerkzeug und natürlich für die Kids auch ein tolles Freizeittool. Die entsprechende Medienkompetenz - nicht nur das technische Handling - vorausgesetzt, ist das Mobiltelefon m.E. ein sinnvolles Werkzeug, welche das eigene Lernen nutzbringend unterstützen kann!

Wann ist der richtige Zeitpunkt dem eigenen Kind ein persönliches Handy zu erlauben?! Meine Schwester hat entschieden, dass erst in der Oberstufe (ab 12 Jahren) für ihre Kinder ein eigenes Mobiltelefon unumgänglich sei, weil Kind sonst zum Sonderling wird. Ich denke, dass dann der richtige Zeitpunkt da ist, wenn beim Kind das Interesse für das Handy und seine zahlreichen Funktionen (Fotografieren, SMS, MMS etc.) erwachen: "Ich will jetzt etwas Neues lernen!"


Wie hat alles angefangen?
Seit gut 6 Wochen besitzen unsere vier Kinder zwei Meerschweinchen und zwei Kätzchen. Nun wollten alle natürlich sofort auch ihre Lieblinge fotographieren; natürlich alle Vier immer gleichzeitig. Weil wir mehrere Handys im Haushalt besitzen, aber nicht mehrere Fotokameras, habe ich meinen Kindern einfach die Kamerafunktion im Handy gezeigt. Unsere älteste Tochter hatte nun zudem das Bedürfnis, zum Foto Ihres Meerschweinchens Zoe einen eigenen Text zu schreiben und diesen per sofort auch ihrem Götti und Gotti, der Grossmutter und Grossvater, Oma und Opa zu zeigen. Somit war für unsere Tochter das Schreiben eines MMS 'geboren'. Parallel dazu habe ich unseren zwei Töchtern ein virtuelles Tagebuch - einen sogenannten Moblog - eingerichtet, auf dem Sie die Fotos Ihrer Lieblinge auch per Handy publizieren können. Weil nun aber die Grossmutter und der Grossvater keine MMS mit dem Handy empfangen können, hat unsere Tochter auch das SMS-Schreiben entdeckt. Die Freude ist natürlich jeweils gross, wenn sie dann auch eine Nachricht aufs Handy erhält und diese dann der ganzen Familie vorlesen kann. Als Zweitklässlerin ist unsere Tochter natürlich stolz darauf, die eigenen Texte auf Hochdeutsch zu schreiben. "Wo ist der Buchstabe Z?" "Wie mache ich einen Abstand zwischen den Wörtern?" "Welche Nummer hat das Handy meines Götti?" "Warum ist das Foto so dunkel?", diese Fragen und noch viele weitere waren nun regelmässig zu hören.

Die häufigste Frage in den letzten Wochen lautete aber: "Papi, darf ich dein Handy?" Mit einem eigenen Mobiltelefon ("Handy for Kids") soll unsere Tochter in eigener Verantwortung den nutzbringenden Umgang mit dem Handy lernen! Dazu gehört neben dem korrekten Schreiben von Textnachrichten natürlich auch ein bewusster Umgang mit den Mobiltelefon bezüglich Kosten. Ein solcher Lernprozess ist aber nur dann möglich, wenn das Handy dem Kind gehört und es frei darüber verfügen kann - hierbei möchte ich unsere Tochter begleiten und unterstützen!

Jugendschutz auf dem Handy

anthrazit 9/2006 berichtet über den Jugendschutz auf dem Handy von Swisscom Mobile:

In den letzten Wochen haben Pornoangebote für Mobiltelefone immer wieder Schlagzeilen gemacht. Kinder und Jugendliche haben per Handy Zugriff auf problematische Inhalte - Swisscom Mobile hat deshalb die dynamische Alterskontrolle eingeführt.
Bei der dynamischen Alterskontrolle werden die Inhalte auf dem Handy altersabhängig zugänglich gemacht oder gesperrt. Das Alter der Teilnehmenden wird beim Lösen eines Abonnements oder beim Kauf einer Prepaidkarte im System von Swisscom Mobile erfasst. Wenn dann eine Kundin Inhalte mit Alterbegrenzung beziehen möchte, überprüft Swisscom Mobile zuerst, ob der Besitzer des Mobiltelefons vom Alter her befugt ist, auf die Inhalte zuzugreifen. Falls die Alterskontrolle ergibt, dass die Handybesitzerin über 18 Jahre alt ist, werden die Barrieren aufgehoben: Grundsätzlich sind dann alle Inhalte zugänglich. Um den Jugendlichen Frusterlebnisse zu ersparen, blendet Swisscom Mobile Inhalte, die ihnen nicht zugänglich sind, von vornherein aus. Die Alterskontrolle wird auch für bestehende Kunden aktiviert. Falls bei einem Jugendkonto kein Geburtsdatum registriert ist, wird als Standardeinstellung der Zugang zu Inhalten mit Altersrestriktionen blockiert.

Jugendschutz

Der Zugang zu Erwachsenen-Unterhaltung und Erotik sind für alle Swisscom Mobile Kunden unter 18 standardmässig gesperrt.
Business-Numbers (beginnend mit 0900, 0901, 0906) sowie SMS und MMS Mehrwertdienste (Unterhaltung, Informationsdienste, Votings etc.) können bei der Hotline gesperrt werden.

Quelle: www.swisscom-mobile.ch


Ein wirklich sehr lobenswerter Beitrag zum Jugendschutz seitens der Firma Swisscom Mobile! Wann folgen die anderen Mobilfunkanbieter mit der dynamischen Alterskontrolle?

Gewaltvideos auf SchülerInnenhandys (Empfehlungen)

Unter www.polizeiberatung.de findet sich ein Merkblatt (Empfehlungen) zu Gewaltvideos auf SchülerInnenhandys:

Mit zunehmender Verbreitung der privaten Nutzung des Internets häufen sich Meldungen über Fälle, in denen Videoaufzeichnungen von realen Gewalt- und Tötungshandlungen auf Webseiten oder auf Handys von Kindern und Jugendlichen gelangen. In aller Regel bestehen solche Videosequenzen aus nur wenigen Sekunden Filmmaterial. Dargestellt bzw. dokumentiert werden darin immer wieder Akte brutaler Körperverletzung und Tötung – von der Vergewaltigung bis hin zur grausamen Hinrichtung.

Hier das Merkblatt Gewaltvideos zum Download.

Weitere hilfreiche Tipps zum Thema finden sich im Internet unter www.handywissen.info (für Eltern und Fachkräfte) und www.handysektor.de (für Jugendliche).

Mobile-Soap - "Mittendrin - Berlin rockt"

"Mittendrin - Berlin rockt" ist die erste Mobile-Soap Deutschlands. Zweimal täglich können die rund 46'000 registrierten Abonnenten die Fotos um eine Clique junger Berliner verfolgen. Die Foto-Lovestory kann auch aufs Handy versandt werden; wobei für 1,99 Euro pro Woche jeweils täglich 10 Fotos auf das Handy gesandt werden. Für O2-Abonnenten ist das Angebot sogar gratis. Zudem laufen erste Versuche mit Bewegtbildern auf dem Handy-TV.

Mittendrin - Berlin rockt

... und für die ganz Kleinen: Das Kinder-Handy

Derzeit buhlen zahlreiche Anbieter von Kinder-Handys um die jüngsten Kunden. Dabei sprechen die Hersteller primär das Sicherheitheitsbedürfnis der Eltern an:


Das aus Asien stammende, speziell für Kinder entwickelte Handy MyMo, kann beispielsweise in Deutschland für ca. 90 Euro (ohne Vertrag) unter www.mymo-phome.de bestellt werden. Fünf Rufnummern passen ins Adressbuch, die Auswahl erfolgt über eine der drei farbigen Tasten. SMS lassen sich weder senden noch empfangen. Auch für Klingeltöne und Logos ist das Handy gesperrt.
Mymo

Die Schweizer Firma Mobi-Click AG mit Sitz in Cham will mit dem Kinder-Handy Mobi-Click Compaq ab ca. SFr. 170.- auch Eltern von "Erstklässlern" erreichen: "Geben Sie Ihrem Kind Mobi-Click mit auf den Schulweg! Bei Ungewissheit können Sie Ihr Kind jederzeit anrufen. So sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist. Auch Ihr Kind kann Sie jederzeit erreichen: Einfach eine der drei farbigen Tasten drücken und schon wird die Verbindung zu Ihnen aufgebaut! Die eingebaute Schutzzonen-Funktion schlägt übrigens sofort Alarm, wenn das Kind den Schulweg verlässt, also z.B. bei einem Fremden ins Auto steigt. Mobi-Click ist kleiner als die meisten "normalen" Handys (nur 38 x 100 x 20mm) und lässt sich ohne weiteres an einem Band um den Hals tragen oder in der Hosentasche verstecken... "
Mobi-click

Der US-Entwickler Firefly Mobile hat jetzt das erste amerikanische Kinder-Handy - das Glühwürmchen-Handy - angekündigt. Obwohl es lediglich die Sprachübertragung unterstützt, hat der Hersteller nicht das Vorschulalter im Visier, sondern 8- bis 11-jährige Kunden. Mit den Ausmassen von 88 mal 44 mal 20 Millimeter soll das Handy speziell auf Kinderhände ausgerichtet sein. Kinderfreundlich ist das Gewicht von nur 60 Gramm.

Firefly

Japanische Kinder können sich mit einem speziell für sie entworfenen UMTS-Handy (SA800i von NTT Docomo ) in der mobilen Welt bewegen.


Ob die Kinder allerdings wirklich Freude an diesen Handys haben - mal abgesehen vielleicht vom farbigen Design -, bezweifle ich sehr! Einzig für Vorschulkinder, die Mütter und Väter permanent erreichen oder notfalls auch orten möchten und gegebenfalls einen Notruf absetzen oder die Eltern anrufen können sollen, ist das einfach zu bedienende Drei-Tasten-Handy vielleicht eine sinnvolle Alternative zum voll ausgestatteten Handy.
Ich jedenfalls werde meinen vier Kindern sicherlich nie ein Kinder-Handy kaufen, sondern wenn überhaupt ein vollständig ausgestattetes Mobiltelefon besorgen.

Warum eigentlich? Handys in Kinderhänden

Nachstehend finden sich sechs Gründe, die dafür sprechen:

  • 1. KULTURTECHNIK: Das Handy ist ein fester Bestandteil der Jugendkultur.
  • 2. RETTER IN DER NOT: Polizei und Eltern sind immer erreichbar.
  • 3. STANDORTBESTIMMUNG: Big Mama is watching you.
  • 4. KOMMUNIKATION: Bei Verabredungen die erste Wahl.
  • 5. LERNEN FÜR MORGEN: Die Kinder haben keine Angst vor Technik.
  • 6. EIGENVERANTWORTUNG: Das Taschengeld will sinnvoll eingeteilt sein.

  • Quelle: Crashkurs «Kind und Handy».

Wer findet sechs Gründe, die dagegen sprechen?

Crashkurs «Kind und Handy»

Der Crashkurs «Kind und Handy» von Susanne Herda informiert kurz und bündig - aus der Reihe «Medien-Fit in 90 Minuten», herausgegeben von Thomas Feibel - über Fragen wie:

- Welche Gründe sprechen für Handys in Kinderhänden?
- Wie alt sollte mein Kind sein, wenn es sein erstes Handy bekommt?
- Welches Handy passt zu meinem Kind?
- Was sollte ein Handy können, was ist überflüssig?
- Welche Kosten sind zu erwarten?

Neben den notwendigen Sachinformationen vermittelt das Buch leicht verständlich zahlreiche praktische Tipps. Die Broschüre ist auch ideal für Lehrpersonen, die sich schnell einen Überblick über das Thema «Kind und Handy» verschaffen wollen. «In 90 Minuten wissen Sie mehr!» - so der Slogen des Buchs.
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