Handy-Verbot wirft rechtliche Fragen auf

Im St.Galler Tagblatt vom 23. Juni 2007 wurde als Reaktion auf einige negative Vorfälle mit Handys an Schulen (Handy-Pornos, Happy Slapping, ...) aufgezeigt, was die Schule rechtlich machen kann:

Vom Handy-Sex zum Handy-Verbot: Was die Schule rechtlich machen kann

Nachdem ein Fall von Handy-Pornos in der städtischen Schule aufgetaucht ist, wird ein Handy-Verbot geprüft. Es kann durch die Schulhausordnung geregelt werden. Vom Verbot zu unterscheiden ist die Beschlagnahmung. (...)

Ungestörter Schulbetrieb
Was aber heisst Handy-Verbot und wer soll es durchsetzen? Wie ein Blick auf Schulgemeinden zeigt, die ein solches haben oder anstreben, wirft das Verbot von elektronischen Geräten praktische und rechtliche Fragen auf.

Gemäss Jürg Raschle, Leiter des Rechtsdienstes im kantonalen Erziehungsdepartement, sind zwei Ebenen zu unterscheiden. Einerseits gehe es beim Handy-Verbot um einen ungestörten Schulbetrieb, welcher durch die Hausordnung der Schule sicher gestellt werden könne. Falls aber der Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Tatbestand wie etwa Verbreitung von Pornographie vorliege, gehe es um Beschlagnahmung.

Hausordnung regelt Verbot
Ein Handy-Verbot kann wie ein Rauchverbot in der Hausordnung festgeschrieben werden. Handys sind für den Schulbetrieb nicht notwendig. Droht er durch sie gestört zu werden, kann die Schule ihre Benützung zur Ermöglichung des geregelten Schulbetriebs verbieten. (...)

Polizei darf Daten sichten
Nicht rechtens ist aber der Einzug von Handys als Disziplinarmassnahme. Dass Lehrer diese über Wochen hinweg einziehen, ist rechtlich nicht erlaubt. Eine Beschlagnahmung darf von Lehrpersonen nur bei einem dringenden Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Missbrauch erfolgen. Zum Beispiel, wenn er Schülerinnen oder Schüler beim «Konsum» von Handy-Pornos antrifft. In einem solchen Fall ist sofort die Polizei zu verständigen.(...)

Handy wird vernichtet
Strafbar machen sich alle Personen, die Kinderpornographie auf ihrem Handy haben oder sonstige Pornos verschicken. Trifft dies zu, wird das Mobiltelefon entschädigungslos vernichtet


Viel schwieriger ist jedoch, ein solches Handy-Verbot auch praktisch durchzusetzen; was allein schon die unterschiedliche Handhabung an den Schulen mit Handy-Verboten aufzeigt:

Dies wird verschieden gehandhabt: Während die Schule in der Stadt Rapperswil-Jona gleich das Mitnehmen von Handys verbietet, müssen sie an anderen Orten lediglich während des Unterrichts abgeschaltet sein. Gemäss Jürg Raschle ist auch denkbar, dass die elektronischen Statussymbole zu Schulbeginn eingesammelt und bei Unterrichtsende wieder verteilt werden. Sicher gestellt werden muss laut Jürg Raschle, dass Schülerinnen und Schüler in ausserordentlichen Fällen erreicht werden können. Dies sei aber – mit der entsprechenden Information – über den Festnetz-Anschluss der Schule ohne Weiteres möglich.

Unterschiedlich kann auch der Rayon des Handy-Verbots sein: Neben dem Schulhausareal kann auch die unmittelbare Umgebung einbezogen werden.


Kinderpornographie und Gewalt auf dem Handy müssen bekämpft werden - keine Frage!
Eine Handy-Verbot an den Schulen verdrängt allerdings lediglich das Problem in den Freizeitbereich der Kinder. Wir brauchen andere Massnahmen, um diesen negativen gesellschaftlichen Problemen von heute zu begegnen. Primär müssen natürlich die Anbieter von Kinderpornographie und Gewaltvideos hart bestraft werden! Auch müssen die Kinder und Jugendlichen im Unterricht erfahren, dass der Besitz und Vertreib von solchen Bildern und Videos egal auf welchem Medium strafbar ist und nicht lediglich ein Kavaliersdelikt darstellt: Aufklärung tut not! Alleine davon werden die negativen Bilder auf dem Handy jedoch nicht verschwinden. Deshalb müssen Kinder und Jugendliche fit gemacht werden, dass sie selber solche Missstände in der Schule bekämpfen, indem sie solche Vorfälle auf dem Handy der Lehrperson melden. Gegen Gewalt auf dem Pausenhof existiert bereits das Konzept der "Friedensstifter". Andere wirkungsvollere Massnahmen als ein simples Handy-Verbot sind also gefragt!


Handverbot an der Schule in Urdorf politisch durchgesetzt

Handverbot an Schule politisch durchgese
Die Schülerinnen und Schüler der Zürcher Limmattalgemeinde Urdorf müssen künftig ohne Handy auskommen. Die Gemeindeversammlung hat am Mittwochabend eine Initiative der EVP für ein Handy-Verbot an Schulen mit 94 gegen 72 Stimmen gutgeheissen.

Pikant die Aussage des Leiters der Schulverwaltung:
Wie das generelle Verbot für Mobiltelefone an Schulen umgesetzt werden soll, habe er «keine Ahnung», sagte der Leiter der Schulverwaltung, Hans Karrer, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Quelle: news.ch vom 21.6.2007


Leider haben die StimmbürgerInnen von Urdorf noch nicht erkannt, dass auch in der Primarschule den mobilen Geräten der Lernenden die Zukunft gehören wird! Verbote helfen hier nichts! In Zukunft werden wir vermutlich keine weitere Milliarde (PPP-Sin) mehr erhalten, um die Lernenden ICT- und Medien-fit für die Zukunft zu machen. Die Lehrpersonen sollen bitte sehr den SchülerInnen endlich zeigen, wie das zahlreich vorhandene, multifunktionale Lernmedium - das Mobiltelefone - bereits heute sinnvoll und nutzbringend im Unterricht für das eigenständige Lernen eingesetzt werden kann. Einige Hinweise und Informationen hierzu finden sich ja auf diesem Blog Mobileatschool.

Microlearnig Conference 2007 in Innsbruck

Vom 21.-22. Juni (Pre-Conference am 20. Juni) findet zum dritten Mal die Microlearnig Conference in Innsbruck (Austria) statt. Schwerpunkt der diesjährigen internationalen Microlearning Konferenz ist das Thema "Micromedia und Corporate Learning". Ich werde dieses Jahr erstmals als Workshop- und Session-Leiter die Microlearning Konferenz aktiv mitgestalten:

Microlearning Conference 2007

Abstract: Problem Based Learning meets Web 2.0
(Workshop an der Pre-Conference, 20. Juni)
Referent: Martin Hofmann, Prof. PHR

Wie lassen sich Web 2.0 und Social Software konkret im Unterricht einsetzen und sinnvoll als Lernmedien nutzen? In Referaten, Workshops und im Selbststudium haben die Studierenden an der Pädagogischen Hochschule Rorschach (CH) die notwendige Medienkompetenz im Umgang mit Tools wie Wiki, Blog als E-Portfolio, Podcast, den Community Plattformen Flickr und YouToube sowie mit dem Social Bookmarking-Tool „Mister-Wong“ erworben. Der Workshop zeigt an konkreten und aktuellen Beispielen auf, wie dies im Rahmen des Problem Based Learning - einem didaktischen Modell mit dem selbstgesteuert, transfer- und problemorientiert gelernt werden kann - umgesetzt wurde.

Weitere Informationen unter:
http://elbanet.ethz.ch/wikifarm/wikihofmann



Abstract: Mobile Tagging the City of Innsbruck
(Micro Café Session for Track 1: Mobile Web 2.0 & Education, 21. Juni)
Referenten: Roger Fischer, CEO Kaywa und Martin Hofmann, Prof. PHR

Die Mobilfunktechnologie gepaart mit dem Konzept der 2D Barcodes (zweidimensionalen Barcodes) wie dem QR Code und DATAMATRIX Code bzw. Semacode haben das Potential, die Art und Weise wie wir künftig Informationen über Objekte und Gegenstände gewinnen, nachhaltig zu verändern. Am Beispiel des Projekts «Mobile Tagging the City of Innsbruck» wird vermittelt, wie Objekten aus der realen Welt mit Hilfe des Mobiltelefons mit Informationen aus der digitalen Welt verknüpft werden.
An der Session erfahren die Teilnehmenden, welche Tools für das Mobile Tagging notwendig sind und welche weiteren mobilen Anwendungen mit 2D Barcodes heute schon möglich sind. Es besteht an der Session zudem die Möglichkeit, das Mobile Tagging selber auszutesten. (Abstract in Englisch)

Weitere Informationen unter:
http://innsbruck-mobile.kaywa.ch

Auto-Theorieprüfungsvorbereitung mit dem Handy

Wer die Theorieprüfung für den Auto-Führerausweis absolvieren muss, kann nun auch unterwegs im Zug oder Tram mit dem Mobiltelefon die «tote» Zeit optimal nutzen: Prüfungsvorbereitung mit dem Handy. Eine kostenlose Mobile Demo-Version lässt sich via SMS über Demo 1 an 977 anfordern. Die Kosten betragen ansonsten für 1 Modul CHF 11.90; alle 5 Module kosten dann noch CHF 39.90. Wenn man/frau die Gesamtkosten für die Autoprüfung berücksichtigt, dürfte diese Investition durchaus noch im Rahmen liegen. Selbstverständlich lässt sich die Auto-Theorieprüfungsvorbereitung auch mit dem Computer lösen; dies ist dann allerdings kostenlos :-)

Auto-Theorieprüfung
Quelle: http://www.handytheorie.ch/





Auto-Theorieprüfung (PC)
Quelle: http://www.asa.ch

Ausleihe der Swisscom NATELS für Schulen

Ausleihe der Swisscom NATELS für Schulen
Weitere Infos

Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?

Brauchen Kinder Handys?

Quelle: http://www.diskutiere.de/?q=node/40

Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?

Medienkompetenz: Verbote und Sperren bringen nichts. Wichtiger ist es, frühzeitig die Kompetenz der Kinder zur Nutzung von modernen Medien zu fördern. Stimmt diese Aussage?
Verantwortung: Was können Eltern, staatliche Behörden und Unternehmen tun, um Kinder eine sinnvolle Nutzung von Handys zu ermöglichen. Wer trägt welche Verantwortung?
Kinderhandys: Es gibt auf dem Markt spezielle Handys für Kinder im Grundschulalter. Bei eingeschränkter Funktionalität ermöglichen solche Kinderhandys zusätzlich die Ortung von Kindern. Sind solche Kinderhandys eine gute Sache oder eher mit Vorsicht zu genießen?



Wir sind eingeladen auf der Dialogplattform www.diskutiere.de zum Thema "Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?" zu diskutieren. Die Diskussion ist unter http://www.diskutiere.de/?q=node/40 erreichbar und noch bis zum 15. Juni offen.

Swisscom bietet Musik-Download fürs Handy an

Napster Mobile

Quelle: http://www.swisscom-mobile.ch/scm/prv_vfl_napstermobile-de.aspx

Die Swisscom bietet für ihre Mobiltelefonkunden einen neuen Dienst: Musikstücke lassen sich mit dem Handy kaufen und gleichzeitig aufs Telefon und den Computer laden.

In enger Zusammenarbeit mit Napster Mobile und Ericsson eröffnet Swisscom einen mobilen Musikshop. Über das Mobiltelefon können Swisscom-Kunden Musikstücke aus der Napster Mobile Datenbank herunterladen. Dabei stehen den Anwendern drei Millionen verschiedene Songs zur Auswahl. Darunter sind auch Schweizer Grössen wie Stress, Plüsch oder Baschi vertreten. Der Spass kostet im Einzel-Download Fr. 2.50.- oder 10 Franken als monatliches Abonnement mit fünf Downloads. Die Titel werden nicht nur direkt auf das Mobiltelefon geschickt, sondern auch noch auf die private E-Mail-Adresse gesendet, damit sie auch zu Hause auf dem Computer abgespielt werden können. Anwender, die sich bis zum 31. Juli 2007 registrieren, erhalten das erste Monatspaket mit fünf Downloads gratis. Alles, was es zum Musikgenuss unterwegs braucht, ist ein UMTS- oder EDGE-fähiges Mobiltelefon. Anmelden kann man sich ab sofort, indem man ein SMS mit dem Text «NAPSTER» an die Nummer 888 sendet.

Quelle: PCtipp-Newsletter vom Dienstag, 5. Juni 2007

Riesiger QR-Code am HB Zürich

Riesiger QR-Code am HB Zürich

[video] Mobile Internet mit QR-Code



Roger Fischer, CEO KAYWA AG, erklärt im Video die neuesten Mobile-Trends wie Kaywa Reader, Feed 2 Mobile, QR-Code-Generator, Kaywa Konvergenz-Blog.




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