Vom (un)politischen Umgang mit dem Handy an Schulen in Italien, Österreich, Schweiz ...

Als erklärter Gegner von Handyverboten an Schulen hat mich natürlich das halbherzige Handyverbot in Italien genervt!

Wie in den Medien zu lesen war, hat die italienische Regierung ein Handy-Verbot an den Schulen erlassen. Zu einer anderen Position hat sich nun die österreichische Regierung durchgerungen. Die Handy-Nutzung soll nicht via Regierungsintervention geregelt werden, sondern an den Schulen selbst, ist aus dem zuständigen Ministerium zu hören. Dies berichtet Futurezone aktuell. Die Idee, den Umgang Jugendlicher mit der Mobiltelefonie “politisch” zu “lösen”, die italienische Lösung also, mutet kopflos an. Wenn nichts anderes an politischen Lösungsoptionen bleibt, wird bestätigt, was Vorurteile bereits aussagen: Lösungspotenziale der Politik können ganz schön beschränkt sein.

Quelle: medienpraxis.ch

 

Und wie beurteilen Leserbrief-SchreiberInnen das Handyverbot an einzelnen Schulen in der Schweiz? Leserbrief-Reaktionen auf den Artikel "Ohne Handy zur Schule", Schweizer Schulen reagieren darauf und verbieten die lästigen Piepser zu lesen im Migros-Magazin 12, 19. März 2007:

Minimales Problem

Die Handys als "Übel" oder als "lästige Piepser" zu bezeichnen, finden wir übertrieben. In unseren Schulen stellen Handys ein minimales Problem dar. Während des Unterrichts stören sie selten - praktisch nie. Ausserdem ist es nicht Sache der Lehrpersonen, zu bestimmen, wie oft, wann und wo man das Natel ausserhalb des Schulzimmers benutzt.

Viola Kost (16), Cynthia Blau (15), Kevin Niederberger (17), per Mail

 

Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Handys wohl dabei, stören aber den Schulunterricht und -betrieb nicht. In speziellen Fällen werden auch Ausnahmen erlaubt, vorausgesetzt, man fragt zuerst seine Lehrperson. Eine klare Regelung mit gesundem Menschenverstand umgesetzt dient meines Erachtens allen Beteiligten.

Magdalena Hohl, Sekundarlehrerin, 4314 Zeinigen

 

Vor allem aus gesundheitlichen Gründen finde ich es sehr vernünftig, wenn das Handy in der Schule verboten wird. Es gibt immer mehr Studien, die darauf hinweisen, dass der Handygebrauch Hirntumore auslösen könnte. Die Gesundheit unserer Kinder sollte Vorrang haben.

Ruth Widmer, 5015 Erlinsbach

 

 

Bundesrat verabschiedet Bericht zu drahtlosen Netzwerken

Gemäss dem bundesrätlichen Bericht zu drahtlosen Netzwerken ist die Strahlung der zurzeit verbreiteten drahtlosen Netzwerke (Bluetooth, WLAN, WiMAX) relativ schwach, so dass die Gesundheitsrisiken auch für Kinder als klein eingestuft werden können. 

Bern, 16.03.2007 - Der Bundesrat hat einen Bericht zum Risikopotential von drahtlosen Netzwerken verabschiedet. Der Bericht hat das Strahlungspotential, die Gesundheitsrisiken, die Datensicherheit und den Regelungsbedarf von drahtlosen Netzwerken wie Bluetooth, WLAN oder das neue WiMAX untersucht. Zum heutigen Zeitpunkt wird kein Regelungsbedarf festgestellt, weder was die steigende Anzahl an Hotspots (Bereiche mit kabellosem Internet-Zugang) anbelangt, noch hinsichtlich der Strahlung oder der Gesundheitsrisiken. In Bezug auf die Daten- und Informationssicherheit besteht jedoch ein Sensibilisierungsbedarf. Im Bericht werden deshalb Empfehlungen zum vorsorglichen Umgang mit diesen neuen Technologien gegeben. Der Bericht und die Empfehlungen sowie darauf basierende Faktenblätter werden auf der Internetseite des BAG publiziert.

Weitere Informationen unter: http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=11488 

 

 

Aufruf: Fit at School?!

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Ich habe gehört, es gäbe eine Handy-Software, die mir im Laufe des Tages verschiedene Bewegungspausen mit "Fitnessübungen" vorschlägt. Diese Software wäre natürlich für die Schulstube eine ideale Hilfe, um den Kindern Bewegung zu ermöglichen, indem der Lehrer auf einfache Übungen aufmerksam gemacht würde. In der Praxis vergesse ich die Bewegungspausen oder die Ideen gehen aus.
Ich wünschte mir so etwas für mein Schulzimmer. Gibt's das?

Fitness-Handy hilft Joggern

So langsam entwickeln sich die Handys zu wirklich nützlichen Multimedia-Geräten für den Alltag und die Schule:

Sony Ericsson plant mit dem W580i ein Handy zu entwickelt, das Schritte zählen kann. Das Handy berechnet anhand dieser Daten den Kalorienverbrauch, die Laufgeschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz. Falls die LäuferIn eine schöpferische Pause braucht, kann sie die Umgebung gleich mit der 2-Megapixel-Kamera dokumentieren. Der Unterhaltung dient das integrierte UKW-Radio oder der 512 MByte-Speicher, der Platz für MP3-Dateien bietet. Das Gerät kommt voraussichtlich im dritten Quartal 2007 auf den Markt und wird rund 570 Franken kosten.

Sony Ericsson w850i

Quelle: PCTipp-Newsletter vom 28. März 2007.

Mein weiteres Blog "Edublog"

Für interessierte LeserInnen dieses Blogs sei wieder einmal erwähnt, dass ich noch ein weiteres Blog Edublog unter der URL http://edublog-phr.kaywa.ch/ führe, indem ich über Themen zur Bildungsinformatik und Medienpädagogik, zu ICT im Unterricht und eLearning und Weiteres berichte.

Heute mit einem aktuellen Beitrag zur Medientagung vom 30. Mai 2007, welche die FHS St.Gallen in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Rorschach (PHR) durchführt.

Edublog-phr

Quelle: http://edublog-phr.kaywa.ch/

 

100-Dollar-Notebook kostet 50 Prozent mehr

Als grosser Fan vom Projekt OLPC (One Laptop per Child), siehe hierzu die weitere Blog-Beiträge unter der Kategorie "Mobile Learning", erschüttert mich die Nachricht, dass das 100-Dollar-Notebook nun fast die Hälfte mehr kosten wird, kaum. Bedauernswert ist allerdings die Mitteilung, dass von den Entwicklungsländern erst Libyen definitiv die Billig-Laptops für die Kids bestellt hat. Schade ist dies auch deshalb, weil mit dem OLPC (One Laptop per Child) insbesondere die ärmeren Kinder der Entwicklungsländern aus eigener Kraft den Anschluss an die Informationsgesellschaft schaffen und somit den Digital Divide überwinden könnten. Mit dem OLPC (One Laptop per Child) haben diese Kids zumindest eine Chance für die Zukunft!

Niggerian Maschine

Falls die Bildungsministerien der Entwicklungsländer dies nicht erkennen sollten, dann warten bestimmt genügend AbnehmerInnen aus den Industriestaaten auf das 140-Dollar-Notebook. Ich zumindest würde das OLPC (One Laptop per Child) sofort für alle SchülerInnen der Schweiz bestellen :-)

 

Kurz vor Beginn der Massenproduktion werden die Notebooks für das Projekt OLPC (One Laptop per Child), das Kinder in Entwicklungsländern mit Billig-Laptops ausrüsten soll, um knapp die Hälfte teurer.  Bevor die Produktion der Laptops endgültig beginnen kann, müssen mindestens fünf Millionen Geräte vorbestellt sein, so Nicholas Negroponte, der Initiator des Projekts.

Bislang hat jedoch erst Libyen unterzeichnet. Argentinien, Brasilien, Mexico und Nigeria sollen ebenfalls kurz davor sein. Es handelt sich jedoch bislang nur um eine Absichtserkärung. Scheinbar ist das Interesse an den Billig-Geräten in den Entwicklungsländern relativ gering. Dennoch soll noch in diesem Jahr die erste Million Geräte fertig produziert werden, der Stückpreis wird aber deutlich über den angestrebten 100 US-Dollar liegen. Um die Produktionskosten decken zu können, muss mit einem Preis von mindestens 140 US-Dollar pro Notebook gerechnet werden.

Quelle: PCtipp-Newsletter vom Dienstag, 20. März 2007.

Modellhaftes Handy-Projekt für den Deutschunterricht am NET, Teil 1

Am NET (Nationale Elitesportschule Thurgau) hat Rolf Deubelbeiss, Lerncoach für Deutsch / Französch und Medienpädagoge an der Pädagogischen Hochschule Rorschach, ein modellhaftes Handy-Projekt für den Deutschunterricht gestartet.

In einem ersten Schritt werden die SchülerInnen angewiesen, das Handy für Schreibanlässe im Deutschunterricht einzusetzen:

a) Zwei „4-SMS-Geschichten“
Schreibe zwei „4-SMS-Geschichte“. Du musst also zwei Geschichten in vier SMS à 160 Zeichen schreiben. Versuche je möglichst alle 640 Zeichen zu brauchen. Du kannst die vier SMS entweder mit Word schreiben (unter „Extras“ / „Wörter zählen“, denk daran, dass auch Leerzeichen mitgezählt werden) oder auf deinem Handy. Wenn du die Geschichte auf deinem Handy schreibst: Per Kabel / Bluetooth auf einen Computer übertragen und im Word bearbeiten (bitte mir angeben, wenn so gelöst).  

b) MMS-Geschichte
Gestalte mit Hilfe deines Mobiltelefons zwei MMS zu Grammatik-Themen (z. B. Wortarten / Aktiv und Passiv / Satzglieder). Du kannst auch ein Thema aus den Fremdsprachen bearbeiten. Integriere dabei Sound, Bild (evt. Video) und Text. Speichere die MMS auf deinem Handy als Entwurf ab.

c) Handy-Reflexion
Schreibe einen Bericht zu deinem Handygebrauch. Beantworte dabei die folgenden Fragen: a) Wie und wann brauche ich das Handy? b) Welche Bedeutung hat das Handy in meinem Leben? c) Wo sehe ich in Zusammenhang mit dem Handy Gefahren, wo Chancen? d) Welche Konsequenzen ziehe ich für meine eigene Handy-Nutzung, jetzt da wir uns mit dem Handy vertieft auseinandergesetzt haben?

Wir sind natürlich gespannt auf die ersten Ergebnisse und werden an dieser Stelle darüber berichten!

Nachtrag:

Hier können die Ergebnisse angeschaut werden!

i-Kids-Plattform

Nachfolgend die i-Kids-Plattform mit weiterführenden Informationen insbesondere zur Ortung über Handy (Sicherheit).

i-Kids-Plattform:

Quelle: https://secure.i-kids.net/ch/web/index2.jsp

 

i-Kids - eine Innvovation aus Urnäsch

i-Kids 

Quelle: http://www.nexttrack.ch/

Das St. Galler Tagblatt vom 6. März 2007 berichtet:

Das i-Kids ist kein gewöhnliches Handy, sondern wurde speziell für Kinder im Vorschulalter entwickelt. Es können Anrufe und Mitteilungen empfangen, aber nur vier zuvor von den Eltern gespeicherte Nummern angerufen werden. Es lässt sich feststellen, wo sich der Handybesitzer aufhält.

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