Lernen mit dem Handy

Fw: Lernen mit dem Handy

Am 26. Januar 2006 ist im Ostschweizer Tagblatt ein Zeitungsbericht über unsere Vorstudie zum Forschungsprojekt Portfolioarbeit mit einem mobilen ePortfolio-Blog (mPortfolio) mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach erschienen:

Lernen mit dem Handy
Blogs an der Pädagogischen Hochschule Rorschach

Macht der Einsatz von Weblogs und Handys in der Lehrer-Ausbildung Sinn? Die Pädagogische Hochschule Rorschach PHR macht einen Versuch.
Zur Erklärung: Die Studenten des ersten Semesters der PHR müssen ein Lernreisebuch führen und die eigenen Lernfortschritte und die Erfahrungen, welche sie während der Ausbildung machen, in einem Lernportfolio zusammenfassen.
Mit einer Versuchsklasse wurde nun geprüft, welchen Nutzen moderne Internetanwendungen in der Lehrer-Ausbildung haben können. In der Klasse führten 12 von 24 Studenten ein elektronisches Portfolio mit einem Blog der Firma Kaywa, welcher sich via Internet als auch vom Handy aus benützen lässt. Sechs Studenten der Gruppe «Mobile» arbeiteten auch mit dem Handy. Als Vergleichsgruppe führten die anderen zwölf Studierenden ihr Lernportfolio konventionell auf Papier. «Die Blog-Teilnehmer meldeten sich freiwillig und mussten keine PC-Freaks sein», sagt Projektleiter Martin Hofmann, der die Studie mit zwei Dozenten durchführt. Momentan wertet PHR-Dozentin Andrea Christen die Arbeiten aus. Die Resultate sind noch nicht bekannt. Die Blogs der Studenten konnten aber laufend beobachtet werden, und Christen ist erfreut über deren Qualität.
Wissensaufbau basiere darauf, dass Inhalte wiederholt und in eigene Worte gefasst werden, dies geschehe mit Blogs sehr intensiv, sagt Christen. Eine sprachliche Verluderung wegen des Bloggens sei nichts (sic!) festzustellen. Handy und Internet erweiterten dank der Mobilität den Lernraum, sagt Hofmann. Er glaubt, dass deshalb das eigenständige Lernen gefördert werde. Aber das Bloggen soll weiterhin nur ein Ergänzungs-Tool bleiben. (Bruno Knellwolf)

http://phrblog.kaywa.ch

Ausschnitte: Die Ansichten Studierender

«Ich habe Blogs vorher nicht gekannt. In der PHR habe ich wenig gebloggt, mehr zu Hause, am Wochenende. Am meisten Zeit brauchte ich dafür, die Blogs der anderen Studenten zu lesen. Der Blog gab mir Ansporn, meine Einträge ins Lern-Portfolio regelmässig zu machen.»
Bigna Stucky, PHR-Studentin

«Ich sitze wegen des Bloggens mehr am Laptop. Das ging an der Freizeit weg, nicht an der Schul- und Lernzeit. Der Zeitaufwand ist aber gross. Der grösste Vorteil der Blogs liegt im Austausch untereinander. Man schreibt Kommentare und findet Ideen. Das Bloggen an der Schule hat Zukunft.»
Lukas Sonderegger, PHR-Student


Ein umfangreicherer Zeitungsbericht ist mit dem Ostschweizer Tagblatt geplant, sobald die Ergebnisse der Vorstudie ausgewertet und konkrete Resultate vorliegen. In diesem Zeitungsbericht soll dann auch das weitere Vorgehen geschildert werden sowie das Phänomen des Mobloggens mit den KAYWA-Blogs detailliert beschrieben werden.

Projekt "Pocket Power For Pupils"

Ich bin wirklich gespannt auf die Ergebnisse aus dem Projekt "Pocket Power For Pupils". Bisher war ich bei Mobile-Projekten mit Handhelds immer etwas skeptisch. Einerseits wegen den noch immer recht hohen Anschaffungskosten für die Handhelds und andererseits, weil die Lernenden im Gegensatz zum "normalen" Handy immer zusätzlich noch die Bedienung solcher Profi-Mobiltelefone erlernen müssen. Das eigene Handy hingegen haben bekanntlich die Kids ja bereits in der Schule dabei: "Handheld und/oder Handy - das ist die Frage?!

Vielleicht kann ich an dieser Stelle ja schon bald von meiner Mobile-Projekt-Idee berichten, bei der ich mit einer Primarschulklasse das Lernen mit Handy und Mo(bile)blog - noch feht mir ein "reisserischer" Titel - erforschen möchte.
Wer weiss, vielleicht gelingt ja auch bald der Pädagogischen Hochschule Rorschach ein vergleichbarer "Husarenstreich" wie der Pädagogischen Hochschule Solothurn. Etwas Konkurrenz bzw. Kooperation würde sicherlich ja nicht schaden - was meinst du Beat?!

Natürlich wünsche ich Beat und seinem Team viel Erfolg und werde das Projekt "Pocket Power For Pupils" mit grossem Interesse weiterverfolgen.

Es ist nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch die Frage wann Primarschülerinnen und Primarschüler mit Geräten in die Schule kommen, die heute als Hand Held Computer oder Personal Digital Assistant (PDA) bezeichnet werden. Diese kleinen und handlichen Geräte verfügen über die Leistungsfähigkeit früherer PCs und Notebooks. Sind sind drahtlos mit dem Internet verbunden und dank eingebauter Kamera und Mikrofon können sie Bilder, Töne und sogar Filme aufnehmen. Zudem sind sie kleiner, leichter, robuster und kostengünstiger als Notebooks. Was macht die Primarschule mit dieser Entwicklung?

Mit Handheld Computern wird es bald erstmals möglich werden, allen Schülerinnen und Schülern zu vertretbaren Kosten einen persönlichen Computer zur Verfügung zu stellen. Dies wird die Computernutzung in Schulen nochmals verändern, denn die dauernde Verfügbarkeit eines persönlichen Computers ist eine neue, bisher nicht vorhandene Qualität. So ist denkbar, dass diese Entwicklung paradoxerweise die der Technik gewidmete Aufmerksamkeit nach einer gewissen Zeit verringern wird, da die Geräte zu selbstverständlichen Werkzeug werden.

Das vom ICT-Kompetenzzentrum TOP der Pädagogischen Hochschule Solothurn lancierte Projekt Pocket Power for Pupils geht der Frage nach, wie sich persönliche PDAs sinnvoll in der Primarschule einsetzen lassen.

Quelle: http://campus.ph-solothurn.ch/ICT/PocketPowerForPupils, 24.1.2006.

Mein aktueller Ersatz-Handy

Das Sony Ericcson P910 - mein Ersatz-Handy - ist mir doch einfach irgendwie zu "klobig".

Wikipedia fürs Handy

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gibts ab sofort in einer speziell für Handys und PDAs aufbereiteten Version. Sie passt die Darstellung automatisch an das jeweilige Gerät an.
Angeboten wird die mobile Wikipedia-Variante von der Kölner Informatikfirma Sevenval. Sie hat eine Software entwickelt, die Wikipedia-Seiten in Echtzeit für die verschiedenen Handy- und PDA-Formate aufbereitet. Benutzer können so unterwegs auf Wikipedia-Einträge in über 46 Sprachen zugreifen und Artikel bearbeiten. Handy-Nutzer finden die spezielle Wikipedia-Version unter dem Link wikipedia.7val.com. Die Verwendung ist kostenlos. Gebühren fallen nur beim Mobilfunkanbieter für die Datenübertragung an.

Quelle: PCtipp Newsletter vom 12.1.2006.

SBBs MobileTicket - Erfahrungsbericht 2

SBBs MobileTicket - Erfahrungsbericht 2

Heute habe ich mein 2. MobileTicket bei den SBB bestellt und zahlreiche Verbesserungen bei der Bestellung festgestellt:

(Fast) keine zusätzlichen Handykosten
Musste ich bei meinem ersten MobileTicket im Dezember 2005 noch die Kosten für die Bestellung beim Railservice (SFr. 1.19/Min) bezahlen, fielen nun (fast) keine zusätzlichen Handykosten an. Ob mein Anruf beim Railservice auf die Nummer 0900300300 kostenpflichtig war, weiss ich nicht. Neu wurde ich vom Railservice auf mein Mobiltelefon retour angerufen, so dass die Telefonkosten für die Bestellung mir also nicht belastet wurden.

Viel weniger Angaben - Zeitersparnis
Im Gegensatz zu meiner ersten Bestellung verlief der Bestellvorgang für mein zweites MobileTicket insgesamt mindestens doppelt so schnell. Neu wurden nur noch die wirklich relevanten Daten zur Überprüfung meiner Identität - die Personalien musste ich ja vorgängig auf der Plattform von Railservice bekanntgeben - gefragt. Neben den Detailangaben zum Bahnbillett wollte die Verkäuferin für die Bezahlung nur noch die letzten 5 Zahlen meiner Kreditkarte wissen. Weil auch diese Angaben zur Kreditkarte vorgängig auf der Plattform deponiert werden mussten, diente dies wohl als Sicherheitsüberprüfung

Positives Fazit mit Verbesserungspotential
Die SBB-Verantwortlichen haben sich anscheinend die Kritik in meinen ersten Erfahrungsbericht zu Herzen genommen - wer weiss, vielleicht liest man/frau bei den SBB heimlich die Blog der KundInnen. Jedenfalls wurden in kurzer Zeit zahlreiche Verbesserungen erreicht - bravo!
Nach wie vor stört mich aber, dass ich für die Kurzstrecke Goldach - St. Gallen ein zusätzliches Bahnbillett am Automaten lösen musste, weil lediglich 40 Orte als Abfahrt- und Ankunftsbahnhof für das MobileTicket in Frage kommen. Diese Einschränkung ist wirklich nicht nachvollziebar!

Bemerkenswertes Detail
Während der Zugbegleiter - ich weiss nicht, wie man/frau sie heute korrekt bezeichnet - sich beim letzten Mal noch über das MobileTicket freute und grosses Interesse zeigte, interessierte er sich dieses Mal kaum. Jedenfalls habe ich ihm mein Handy mit dem MobileTicket zur Überprüfung hingestreckt, er er aber ohne Überprüfung der Detailangaben so getan, als ob alles OK sei. Ich vermute allerdings, dass diese Reaktion des Zugbegleiters mehr mit Verunsicherung als mit Desinteresse zu tun hat.

Mobile Learning Engine

Die Mobile Learning Engine ermöglicht computergestütztes und multimediales Lernen auf Smartphones.

Die "Mobile Learning Engine" - kurz MLE - stellt eine umfassende Lernanwendung für Mobiltelefone dar. Ziel der MLE ist es, das computergestützte und multimediale Lernen (kurz: eLearning) um den Faktor der Mobilität zu erweitern und auf Mobiltelefone umzusetzen. Über die MLE kann der Lernende daher sein Mobiltelefon als Lernmedium nutzen. Diese neue Art des Lernens wird allgemein als "mobile Learning" - kurz mLearning - bezeichnet.

Die MLE wurde mit der Java 2 Micro Edition (J2ME) realisiert. Somit läuft die MLE auf jedem Smartphone, welches die entsprechenden Java APIs unterstützt. Die MLE gewährleistet daher auch die notwendige Plattformunabhängigkeit, welche eine mobile Learnanwendung erfüllen sollte.

mehr

Das MLE scheint mir ein interessantes Mobile Learning-Projekt zu sein. Mich stört allerdings dabei, dass hierfür ein Smartphones mit Java 2 Micro Edition (J2ME) eingesetzt werden muss. Ich glaube nicht so richtig an den Erfolg von Mobile Learning-Projekten im Bildungsbereich, wenn hierfür zuerst spezielle Mobiltelefone beschafft werden müssen und nicht jene Handys eingesetzt werden können, die unsere Studierenden und SchülerInnen täglich benutzen.
Trotzdem werde ich versuchen die Plattform zu testen.

Link-Tipp von Michele Notari.

... und für die ganz Kleinen: Das Kinder-Handy

Derzeit buhlen zahlreiche Anbieter von Kinder-Handys um die jüngsten Kunden. Dabei sprechen die Hersteller primär das Sicherheitheitsbedürfnis der Eltern an:


Das aus Asien stammende, speziell für Kinder entwickelte Handy MyMo, kann beispielsweise in Deutschland für ca. 90 Euro (ohne Vertrag) unter www.mymo-phome.de bestellt werden. Fünf Rufnummern passen ins Adressbuch, die Auswahl erfolgt über eine der drei farbigen Tasten. SMS lassen sich weder senden noch empfangen. Auch für Klingeltöne und Logos ist das Handy gesperrt.
Mymo

Die Schweizer Firma Mobi-Click AG mit Sitz in Cham will mit dem Kinder-Handy Mobi-Click Compaq ab ca. SFr. 170.- auch Eltern von "Erstklässlern" erreichen: "Geben Sie Ihrem Kind Mobi-Click mit auf den Schulweg! Bei Ungewissheit können Sie Ihr Kind jederzeit anrufen. So sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist. Auch Ihr Kind kann Sie jederzeit erreichen: Einfach eine der drei farbigen Tasten drücken und schon wird die Verbindung zu Ihnen aufgebaut! Die eingebaute Schutzzonen-Funktion schlägt übrigens sofort Alarm, wenn das Kind den Schulweg verlässt, also z.B. bei einem Fremden ins Auto steigt. Mobi-Click ist kleiner als die meisten "normalen" Handys (nur 38 x 100 x 20mm) und lässt sich ohne weiteres an einem Band um den Hals tragen oder in der Hosentasche verstecken... "
Mobi-click

Der US-Entwickler Firefly Mobile hat jetzt das erste amerikanische Kinder-Handy - das Glühwürmchen-Handy - angekündigt. Obwohl es lediglich die Sprachübertragung unterstützt, hat der Hersteller nicht das Vorschulalter im Visier, sondern 8- bis 11-jährige Kunden. Mit den Ausmassen von 88 mal 44 mal 20 Millimeter soll das Handy speziell auf Kinderhände ausgerichtet sein. Kinderfreundlich ist das Gewicht von nur 60 Gramm.

Firefly

Japanische Kinder können sich mit einem speziell für sie entworfenen UMTS-Handy (SA800i von NTT Docomo ) in der mobilen Welt bewegen.


Ob die Kinder allerdings wirklich Freude an diesen Handys haben - mal abgesehen vielleicht vom farbigen Design -, bezweifle ich sehr! Einzig für Vorschulkinder, die Mütter und Väter permanent erreichen oder notfalls auch orten möchten und gegebenfalls einen Notruf absetzen oder die Eltern anrufen können sollen, ist das einfach zu bedienende Drei-Tasten-Handy vielleicht eine sinnvolle Alternative zum voll ausgestatteten Handy.
Ich jedenfalls werde meinen vier Kindern sicherlich nie ein Kinder-Handy kaufen, sondern wenn überhaupt ein vollständig ausgestattetes Mobiltelefon besorgen.

RETRO-HANDY: In Sachen Gesundheit ganz weit vorne.

Die RETRO-Hörer der britischen Firma Holger (www.hulger.com) sind stark im Kommen.

RETRO-Handy

Die Idee ist eine ebenso einfache wie geniale. Telefonhörer aus den vergangenen 40 Jahren werden über einen Adapter einfach an brandneue Handys angeschlossen. Das sieht nicht nur schick aus, sondern schränkt auch die gesundheitlichen Risken ein. Die strahlungsreiche Antenne des Handys ist automatisch weit weg vom empfindlichen Kopf. In Deutschland ist der Retro-Hörer mit Adapter für ca. 30 Euro beispielsweise bei Rokia (www.rokia.de) erhältlich.

Warum eigentlich? Handys in Kinderhänden

Nachstehend finden sich sechs Gründe, die dafür sprechen:

  • 1. KULTURTECHNIK: Das Handy ist ein fester Bestandteil der Jugendkultur.
  • 2. RETTER IN DER NOT: Polizei und Eltern sind immer erreichbar.
  • 3. STANDORTBESTIMMUNG: Big Mama is watching you.
  • 4. KOMMUNIKATION: Bei Verabredungen die erste Wahl.
  • 5. LERNEN FÜR MORGEN: Die Kinder haben keine Angst vor Technik.
  • 6. EIGENVERANTWORTUNG: Das Taschengeld will sinnvoll eingeteilt sein.

  • Quelle: Crashkurs «Kind und Handy».

Wer findet sechs Gründe, die dagegen sprechen?

Crashkurs «Kind und Handy»

Der Crashkurs «Kind und Handy» von Susanne Herda informiert kurz und bündig - aus der Reihe «Medien-Fit in 90 Minuten», herausgegeben von Thomas Feibel - über Fragen wie:

- Welche Gründe sprechen für Handys in Kinderhänden?
- Wie alt sollte mein Kind sein, wenn es sein erstes Handy bekommt?
- Welches Handy passt zu meinem Kind?
- Was sollte ein Handy können, was ist überflüssig?
- Welche Kosten sind zu erwarten?

Neben den notwendigen Sachinformationen vermittelt das Buch leicht verständlich zahlreiche praktische Tipps. Die Broschüre ist auch ideal für Lehrpersonen, die sich schnell einen Überblick über das Thema «Kind und Handy» verschaffen wollen. «In 90 Minuten wissen Sie mehr!» - so der Slogen des Buchs.
Beiträge  1 - 10 /29