SMS macht doof - oder auch nicht

Die Website der Schule für angewandte Linguistik (SAL) bietet viele interessante Einblicke in die Deutsche Sprache. Die Eingabe des Suchbegriffs "SMS" ergab Treffer zu folgenden Themen: Forschung, Helvetismen, Mundart, Parlando:

Die meisten Erwachsenen verstehen nur Bahnhof, wenn sie die SMS lesen, die sich Jugendliche schicken. Die Texte wimmeln von Abkürzungen, Schweizerdeutsch und Englisch werden munter gemixt und dazwischen hat es auch noch kryptische Symbole. Deshalb werden immer wieder Befürchtungen laut, dass Simsen die Sprache zerstört - SMS soll doof machen. Dass dem nicht so ist, haben Experten der Schule für angewandte Linguistik (SAL an einer Fachtagung im Zürcher Kongresshaus festgestellt: An der Tagung unter dem Titel «Affengeil und megakrass» ging es um die Frage, wie die Jugendlichen reden und schreiben. Eine interessante Feststellung: Schweizer Jugendliche schreiben per SMS sehr viel häufiger Mundart als Jugendliche in Deutschland und Österreich. Eine zweite: Dank SMS schreiben die Kids viel mehr als früher. Und das ist alles andere als doof.

Quelle: anthrazit. dezember 2005 / januar 2006.

Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR ist online!

.Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR

Der Einstieg in das Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR erfolgt über die URL http://ping.phrblog.kaywa.ch .

Aktuell finden sich dort alle Informationen, Links sowie die jeweils vier neuesten Feeds (++ NEUESTE BEITRÄGE) der Studierenden-Blogs zur Vorstudie zum Forschungsprojekt: Portfolioarbeit mit einem mobilen ePortfolio-Blog (mPortfolio) mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach.

Weitere Informationen finden sich auch auf dem Metablog «mPortfolio», der eine Beschreibung sowie künftig Resultate umfasst.

Das Portal PHRBLOG soll künftig auch für weitere Blog-Projekte der PHR als Schaufenster dienen.

Mein neuer Tablet PC IBM X41

Fw: Neuer Tablet PC

SBBs MobileTicket - Erfahrungsbericht I

SBB Mobile Ticket

MobileTicket der SBB direkt als MMS aufs Mobiltelefon senden lassen!

Heute habe ich mein erstes MobileTicket bei den SBB gekauft. Hierfür musste folgendes Prozedere erledigt werden:

Schritt 1 erfordert eine Registrierung beim SBB TicketShop.
Schritt 2 benötigt ein Testbillett, welches erfolgreich auf dem eigenen Mobiltelefon empfangen und bestätigt werden muss.
Schritt 3 erfordert dann den Kauf eines MobileTicket über den Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.).
Schritt 4 schickt das SBB MobileTicket schliesslich als MMS aufs Mobiltelefon.

Meine ersten Erfahrungen / ersten Eindrücke
Nachdem ich alle Vorbereitungen (Schritt 1-2) bereits Zuhause am Computer erledigte, versuchte ich heute Morgen auf dem Weg zum Bahnhof mein erstes MobileTicket bei den SBB zu bestellen. Zuerst wählte ich mit meinem Mobiltelefon die kostenpflichtige Nummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.). Anschliessend musste ich natürlich noch die Taste 1 für Deutsch wählen. Und nun wurde ich mit einer freundlichen weiblichen Stimme vom SBB Rail Service verbunden. Ich teilte der freundlichen Stimme freundlich mit, dass ich jetzt zum ersten Mal ein MobileTicket kaufen wolle. Anscheinend kompetent instruiert, wurde ich umgehend nach meinen Personalien (Name, Adresse, Geburtsdatum) gefragt. Ich wunderte mich etwas darüber, da ich genau diese Daten bereits bei der Registrierung eingeben musste. Dann fragte mich die freundliche Stimme weiter nach den Angaben fürs Bahnbillett (Abfahrts- und Ankunftsbahnhof, Abonnemente, Klasse) - "Bitte 1. Klasse mit Halbtax von Goldach nach Zürich retour", war darauf meine freudige Antwort.
"Oooh, das geht aber leider nicht!", tönte es nach wie vor freundlich aus meinem Mobiltelefon. Anscheinend hatte ich bei den Angebotsbedingungen übersehen, dass das MobileTicket vorerst nur an 40 Orten in der Schweiz erhältlich ist. Schade, so konnte ich also lediglich ein MobileTicket ab Hauptbahnhof St. Gallen nach Zürich retour kaufen. Nun wurde ich weiter gefragt, welche Kreditkartenart (Visa, MasterCard, ...) ich zum Zahlen benutzen wolle und wie die entsprechende Kreditkartennummer sowie das Ablaufdatum der Kreditkarte laute. Ups, nun hiess es wirklich stehen bleiben, aus der Hosentasche das Portemonnaie "herausfischen" und dort nach einer der unzähligen Plastikkarten zu suchen und schliesslich die Kreditkartenummer abzulesen - wer weiss die schon auswendig?! Abschliessend musste ich natürlich noch die Nummer meines Mobiltelefons angeben. Endlich geschafft. Nur Sekunden danach ertönt die Mitteilung aus meinem Mobiltelefon, dass ein neues MMS angekommen sei. Glücklich, endlich am Ziel meiner Bestellung - nicht meines Reiseziels - angekommen zu sein, verabschiedete ich mich von der freundlichen Stimme und bedanke mich für den tollen Service. Unglücklicherweise musste ich nun auf dem Bahnhof noch ein zweites Bahnbillett für Goldach - St. Gallen retour aus dem Automaten kaufen - Mehrkosten von CHF 2.50 für diese Strecke, da anscheinend für Kurzstrecken wie Goldach - St. Gallen höhere Gebühren verlangt werden.
Nun konnte die Bahnreise losgehen. Gespannt wartete ich auf den Billett-Kontrolleur. Dieser war zu meiner Befriedigung etwas überrascht, da ich sein erster Kunde mit einem MobileTicket war. Das machte mich natürlich auch etwas stolz, so dass ich gespannt das weitere Prozedere verfolgte. Der auch hier sehr freundliche und interessierte Kontrolleur überprüfte mehr oder weniger souverän die Angaben auf meinem so teuer erstandenen ersten MobileTicket über den Bildschirm meines Mobiltelefons. Mit einem roten Lichtstrahl testet er schliesslich noch die Richtigkeit - alles klappte bestens! Allerdings gab der Kontrolleur zu bedenken, dass dieses Prozedere für ihn doch etwas sehr umständlich sei. "Welche zeitlichen Verzögerungen gäbe es, wenn plötzlich alle Reisende mit einem MobileTicket kontrolliert werden müssten?!", gab er zu bedenken. Hinzu kam, dass das MobileTicket anscheinend mit einem QR-Code versehen war, der das Billett immer wieder veränderte, so dass nicht in Ruhe alle Angaben per sofort auf dem MobileTicket abgelesen werden konnten; zumal sich das Bild stets bewegte und veränderte. Wir tauschen dann noch einige wenige Worte über die mögliche Zukunft von MobileTicket aus.

Fazit
Das Potential von MobileTickets ist offensichtlich. Leider bringt die derzeitige Anlage für den Käufer noch keinen Gewinn, sondern Verluste in jeglicher Form. Für die Bestellung des MobileTickets habe ich mind. 3 Minuten Zeit benötigt - vielleicht geht es ja beim nächsten Mal etwas schneller. Der anschliessende Gang zum Billettautomaten auf dem Bahnhof für das zweite Billett, welches sich ausserhalb der Gültigkeit von MobileTickets befindet - in meinem Fall Goldach, musste ich also trotzdem antreten. Die erhoffte Zeitersparnis war negativ!
Hinzu kommen die zusätzlichen Kosten für die Bestellung eines MobileTickets (CHF 1.19/Min) von ca. CHF 3.- plus CHF 2.50 Mehrkosten für den höheren Bahnbillet-Preis; ergibt summa summarum einen Mehraufwand von rund CHF 5.50. bzw. gute 10% Mehrkosten. Der Empfang des MMS ist erfreulicherweise kostenlos.
Mir ist wirklich nicht klar, weshalb das Angebot für MobileTickets auf lediglich 40 Orte in der Schweiz begrenzt sein muss. Anscheinend werden alle "Landeier" nicht als potentielle Kundinnen und Kunden betrachtet. Die Mehrkosten für die kostenpflichtige Nummer 0900 300 300 sowie die wiederholten Angaben der Personalien und Kreditkartennummer bei der Bestellung des MobileTickets - diese Daten wurden ja bereits bei der Registrierung erfasst - , werden gemäss meiner Einschätzung die Reisenden vom Kauf eines MobileTickets vorläufig abhalten. wo bleibt hier der Mehrwert?!
Abschliessend möchte ich festhalten, dass ich nach wie vor vom Potential von MobileTickets im öffentlichen Verkehr überzeugt bin; sofern diese keine Mehrkosten, aber eine Zeitersparnis bzw. mehr Flexibilität bei der Bestellung bieten. Mir ist daher schleierhaft, weshalb die SBB bei der Einführung eines neuen Produktes - wie hier dem MobileTicket - dem potentiellen Kunden solch massive Hürden in den Weg legen?! Das Angebot kann so nicht attraktiv sein! Zur Ehrrettung der SBB möchte ich allerdings festhalten, dass das Personal sehr freundlich und genügend kompetent ausgebildet ist.