Soeben habe ich meinen ersten Handyroman gelesen. Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, ob sich ein Roman wirklich genussvoll am Handy lesen lässt, bin ich nun überzeugt, dass der Handyroman einiges an Potential für die Zukunft hat.
Handyromane sind kurze, in knappen Sätzen geschriebene Geschichten, welche unterwegs auf dem Display eines Mobiltelefons (schweizerdeutsch: Handy) gelesen werden. In Japan sind Handyromane bereits ein grosser Trend - Hunderte von AutorInnen und Verlage haben sich auf diese Art der Literatur spezialisiert. Beinahe jeder 2. Roman-Bestseller in Japan ist ein Handyroman. Die Handyromane werden von den japanischen AutorInnen teils auch auf dem Mobiltelefon geschrieben. In Europa steht der Handyroman erst am Anfang. Deutschsprachige Handyromane können beispielsweise in Deutschland und Österreich (in der Schweiz ab Frühjahr 2009) auf speziellen Webseiten wie
MOBILEBOOKS von Blackbetty für nur 3 Euro direkt auf Handy geladen werden.
"Lucy Luder und der Mord im studiVZ", so lautet der Titel meines gelesenen Handyromans. Der Roman handelt von einer 20-jährigen Jurastudentin in Berlin, die in ihrer WG in Charlottenburg ein Detektivbüro betreibt und einem Mord im virtuellen StudentInnen-Netzwerk studiVZ aufklärt. Der Handyroman-Autor und Wissenschaftler
Oliver Bendel hat noch einen weiteren Handyroman mit der Protagonistin verfasst:
Lucy Luder und die Hand des Professors. Zur Gattung Youth-Books - fesselnde Geschichten für Jugendliche - gehört Oliver Bendels Geschichte
lonelyboy18 findet catgirl14. Eben erst erschienen ist dieses Frühjahr Bendels erster Teil der Serie
Handygirl. Part I. Unter dem Label
SWISSBOOKS plant der aus Deutschland stammende und heute in der Schweiz wohnhafte Autor, künftig Schweizer Mundart-Romane fürs Handy zu schreiben. In praktisch allen Geschichten von Oliver Bendel gehören heutige Technologien wie Handys, studyVZ zum Alltag seiner Protagonisten bzw. kommen auch als Leitthema in der jeweiligen Story vor.
Gelesen habe ich den Handyroman
Lucy Luder und der Mord im studiVZ auf einem älteren java-fähigen Mobiltelefon Sony Ericcson K600i (Displaygrösse: B x H, 28 x 34,5 mm ). Mit der von mir gewählten Schriftgrösse mittel enthielt der Roman 525 Bildschrimseiten (Schriftgrösse klein: 383 Seiten; Schriftgrösse gross: 847 Seiten), wobei man einfach mit einem Klick eine Seite vor oder zurück navigieren kann. Im Menü des Handyromans lassen sich zudem konfortabel Lesezeichnen setzen, die Schriftgrösse anpassen, Blocksatz ein-/ausschalten sowie im Katalog nach weiteren Romanen suchen, Informationen zum Handybuch abfragen. Gelesen habe ich den Handyroman während ca. 3 Studen sowohl draussen an der herrlichen Frühlingssonne sowie auf einem Parkplatz im Auto und einige Kapitel auch im Bus und während der Bahnfahrt. Das Lesen am Handy war stets problemlos; einzig das dauernde Klicken für das Blättern der Bildschirmseiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Eine kurze
Präsentation zum Handyroman habe ich mit
Prezi erstellt. Umfangreiche Informationen zum Handyroman gibt es natürlich auch in
Wikipedia bzw. auf Oliver Bendels zahlreichen Webseiten:
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www.handyroman.net
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www.oliverbendel.net
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www.lucyluder.net
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www.handygirl.info
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www.swissbooksnet